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Das Amt Hüttener Berge damals ist ein gutes Beispiel dafür, dass durch Ämterneuordnungen im Laufe der Geschichte immer wieder neue Zugehörigkeiten entstanden:

Das heutige Amt Hüttener Berge gibt es seit dem 01.01.2008 und setzt sich zusammen aus dem ehemaligen Amt Hütten (Ahlefeld, Ascheffel, Bistensee, Brekendorf, Damendorf, Hütten, Osterby und Owschlag mit ca. 7600 Einwohnern) und dem Amt Wittensee (Borgstedt, Bünsdorf, Groß Wittensee, Klein Wittensee, Haby, Holzbunge, Holtsee, Neu Duvenstedt und Sehestedt mit rd. 6.700 Einwohnern).

Bereits 1519 waren 13 der 17 Gemeinden Teil der aus 23 Dörfern bestehenden Bergharde mit dem Verwaltungsmittelpunkt in Hütten.

1523 übernahm Herzog Friedrich das adlige Gut Hütten von Sievert von der Wisch, indem er es gegen Gut Grünholz in Schwansen tauschte, als dänischer König verlieh Friedrich 1527 der Bergharde die Eigenständigkeit der Verwaltung. Davon zeugt das Siegel von 1527, das den damaligen Wald- und Wildreichtum der Region darstellt und als Vorlage für das heutige Amtswappen diente.

1683 wurde der Sitz des Amtsschreibers der Hüttener Harde nach Fleckeby verlegt.

Die 1856 erbaute Hardesvogtei in Fleckeby, einst Verwaltungssitz der Hüttener Harde, heute Baudenkmal ortsnaher Verwaltung
Die letzte Versammlung der Hüttener Hardesvertretung am 22. Juli 1897

Obere Reihe von links nach rechts:
H. Hass (Kl.Wittensee); F. Kuhr (Fleckeby), Röh (Hummelfeld), P.Jöns (Brekendorf)
Mittlere Reihe von links nach rechts:
P. Schwenn (Ahlefeld), H. Reimer (Haby), J. Koll (Gr.Wittensee), J.Röh (Esprehm), W. Robbert (Ascheffel), J. Naeve (Osterby), H. Sye (Damendorf), H. Sohrt (Hütten)
Untere Reihe von links nach rechts:
J. Ewald (Owschlag), P. Schröder (Bünsdorf), J. Pahl (Sorgwohld), D. Bannick (Götheby-Holm), J. Sotterbeck (Bistensee), J. Hagge (Ramsdorf)

Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform 1868 erfuhr der neu gebildete Kreis Eckernförde eine Aufgliederung in Hardesvogteibezirke, die dann 20 Jahre später durch die Amtsbezirke abgelöst wurden. Zu dem 1889 gebildeten Amt Hütten gehörten die Gemeinden Ascheffel, Damendorf, Hütten und Osterby, zum Amt Owschlag die Gemeinden Boklund, Brekendorf, Norby, Owschlag, Ramsdorf, Sorgwohld und Steinsieken zum damaligen Amtsbezirk Wittensee die Gemeinden Ahlefeld, Bistensee, Borgstedt, Bünsdorf, Groß Wittensee, Haby, Holzbunge, Klein Wittensee, Lehmbek und Neu Duvenstedt.

Eine Ämterneuordnung im Jahr 1930 hatte eine deutliche Verkleinerung des Amtes Wittensee mit den Gemeinden Groß Wittensee, Klein Wittensee, Haby und Bistensee zur Folge, die Gemeinden Bünsdorf, Borgstedt, Lehmbek, Neu Duvenstedt und Holzbunge fanden sich zusammen zum neuen Amt Bünsdorf, Ahlefeld kam zum Amt Hütten.

Im Zuge einer erneuten Ämterreform im Jahr 1948 schloss sich Haby dem Amt Sehestedt an, mit den drei verbleibenden Gemeinden war ein wirtschaftliches Arbeiten im Amt Wittensee nicht möglich und so erfolgte 1950 eine Aufteilung: Groß Wittensee zum Amt Windeby, Klein Wittensee und Bistensee zum Amt Hütten.

Erst bei der Gebietsreform in Schleswig-Holstein 1970 wurde aus den Ämtern Sehestedt und Borgstedt sowie aus den Gemeinden Groß Wittensee und Klein Wittensee ein neues Amt Wittensee gebildet. Der Amtssitz wurde erst nach einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht für Groß Wittensee bestätigt.

Das neue Amt Hütten entstand nach der Zusammenlegung des Amtes Owschlag mit seinen Gemeinden Owschlag, Brekendorf und Ahlefeld mit dem Amt Hütten.
Über den Sitz der Hüttener Amtsverwaltung konnte man sich lange nicht einigen, da das Verwaltungsgericht in Lüneburg und der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Ascheffel als Mittelpunkt des neuen Amtes bestimmt hatten, obwohl Owschlag die größte Gemeinde im Amtsbezirk war.
Erst 1980 verständigte man sich in einer Amtsausschusssitzung auf den Standort Ascheffel für den Neubau eines Amtsgebäudes, das dann zwei Jahre später eingeweiht werden konnte.

Die Dienstleistungen der Amtsverwaltung Hüttener Berge werden ab dem 1. Januar 2008 in dem Verwaltungsgebäude Mühlenstraße 8 in Groß Wittensee sowie in der Verwaltungsstelle Schulberg 6 in Ascheffel angeboten. Der Sitz des Amtes Hüttener Berge befindet sich in Groß Wittensee.

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