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Mitteilung über den Kontrazeptionsschutz:

Kostenübernahme von Verhütungsmaßnahmen

Müttergenesungswerk: Widerspruch bei abgelehntem Kurantrag lohnt immer

Berlin, 8. August 2014. Die Chancen erschöpfter Mütter auf eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme sind so gut wie schon seit Jahren nicht. Dennoch werden 14% der Anträge abgelehnt. Häufig werden hierfür Begründungen angegeben, die einem Widerspruch nicht standhalten. 65% der Widersprüche sind erfolgreich. Die Mütter können dann ihre dringend benötigte Maßnahme doch noch antreten.

„Widerspruch lohnt sich unbedingt im Fall der Ablehnung eines Kurantrages", betonte Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes (MGW) heute in Berlin. „Die am häufigsten genannten Ablehnungsgründe sind der Verweis auf ambulante Maßnahmen (23%) oder das Nichtanerkennen der medizinischen Notwendigkeit (14%). 15% der Abgelehnten werden – meist zu Unrecht – an den Rentenversicherungsträger verwiesen, der bietet allerdings Mutter-Kind-Kurmaßnahmen nicht an. Die Beratungsstellen im MGW-Verbund helfen betroffenen Müttern kosten- los im Widerspruchsverfahren."

Der Widerspruch muss innerhalb einer Frist von vier Wochen eingelegt werden. Die Krankenkasse ist angehalten zügig über den Widerspruch zu entschieden. Seit Änderung der Begutachtungs-Richtlinie des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen hat sich die Bewilligungssituation bei Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen deutlich verbessert. 59% der Mütter, die eine Ablehnung auf ihren Kurantrag erhalten haben, gehen in den Widerspruch, 2/3 hiervon sind erfolgreich.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass Kuranträge mit Hilfe unserer BeraterInnen sehr erfolgreich sind", so Schilling weiter. „Viele gesundheitlich beeinträchtigte Mütter brauchen Unterstützung und werden in den Beratungsstellen kompetent und sensibel beraten."

Im Müttergenesungswerk arbeiten 77 anerkannte Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken und rund 1.300 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DPWV, DRK; EVA, KAG) zusammen. Die Beratungsstelle in Wohnortnähe ist zu ermitteln über die Beratungsstellensuche auf www. muettergenesungswerk.de oder am Kurtelefon: 030 330029-29.

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14 presse@muettergenesungswerk.de,

www.muettergenesungswerk.de

Anrechnung der Kindererziehungszeiten

Für die Anrechnung der Kindererziehungszeiten muss nur im Ausnahmefall ein Antrag gestellt werden und zwar wenn bisher eine Rentenversicherungszeit unter 60 Monaten und damit kein Rentenanspruch bestand.

Wer jetzt durch die Anhebung der Kindererziehungszeiten auf fünf Jahre Versicherungszeit kommt und damit einen Rentenanspruch erwirbt, sollte einen Antrag stellen. Ist die Mindestversicherungszeit von 60 Monaten trotzdem nicht erfüllt, könnte durch freiwillige Beiträge ein Rentenanspruch entstehen. Es empfiehlt sich, sich beraten zu lassen.

Die Rentenversicherungsanstalt hat für Anfragen eine kostenlose Rufnummer geschaltet: T 0800 - 100048055

» Hier können Sie den Antrag auf Neuberechnung der Kindererziehungszeiten herunterladen.

Frauenpolitische Aspekte der Ehegattenbesteuerung

Ehepaare haben unterschiedliche Möglichkeiten der Besteuerung. Im Normalfall, ohne besonderen Antrag, werden beide Eheleute mit der Steuerklasse IV besteuert.

Meist wird allerdings die Kombination III/V gewählt. Das bedeutet, dass das höhere Einkommen geringer, das niedrigere höher besteuert wird. In der Regel erzielt das höhere Einkommen der Ehemann, das niedrigere die Ehefrau. Der Vorteil dieser Kombination ist eine Steuerersparnis des Ehepaares. Wenige wissen, dass die Ehefrau einen finanziellen Ausgleichsanspruch gegenüber ihrem Ehemann hat. Ein Nachteil für die oder auch den Geringverdienenden ist, dass zahlreiche Lohnersatzleistungen wie z.B. Krankengeld vom Nettoeinkommen berechnet werden und mit der Steuerklasse V entsprechend geringer sind.

Eine wenig bekannte Alternative ist die Besteuerung im Faktorverfahren, die erst seit 2010 möglich ist. Hier werden Ehepartner beide mit der Steuerklasse IV mit Faktor besteuert. Dies bietet sich für alle Paare, unabhängig vom Einkommen an. Nachteilig ist, dass schon im Vorjahr ein Antrag gestellt und das voraussichtliche Einkommen angegeben werden muss, (fakturiert).

Die Vorteile des Faktorverfahrens dagegen sind:

  • Jede/r erhält den gleichen Grundfreibetrag
  • Der Splittingeffekt wird gleichmäßig auf beide Ehepartner verteilt
  • Besteuerung im monatlichen Quellenabzug entspricht quasi der (endgültigen) Jahressteuerschuld, sofern keine weiteren Abzugsmöglichkeiten geltend gemacht werden.

Weitere Auskünfte und konkrete Auswirkungen auf die individuelle finanzielle Situation sollten Paare bei Steuerberaterinnen oder Steuerberatern erfragen.

(Quelle: Fortbildung von Gesa Hatje, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig – Holstein am 26. November 2013)

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