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Hütten

Die Geschichte des für die Region Hüttener Berge namensgebenden Dorfes Hütten ist eng mit der des ehemaligen Gutes Hütten und der Hüttener Kirche verknüpft. In einer Urkunde aus dem Jahr 1329 wird erstmalig eine Kirche in Hütten erwähnt. Ausgangspunkt der Besiedlung war das Gut Hütten. Früher in adliger Hand, wurde es 1520 durch Tausch ein herzogliches und später ein königliches Vorwerk, Es war von 1528 - 1695 die erste Verwaltungsstelle der Hüttener Harde, dem die Dörfer der damaligen Bergharde hand- und spannpflichtig waren. Das Dorf Hütten entstand 1783 im Zuge der Parzellierung des ehemaligen Gutes.

Als Folge dieser Parzellierung wurde Hütten ein Straßendorf, dessen Ortsteile Ober- und Unterhütten, Langenkamp, Hafeld und Krummland auf 605 ha Gemeindefläche rund um die „Große Hüttener Au" verteilt sind. Durch die Einbettung der Gemeinde Hütten in Naturschutz– und Landschaftsschutzgebiete und die damit verbundene geringe Bautätigkeit ist der Charakter der Kulturlandschaft erhalten geblieben. Durch Zusammenarbeit von öffentlicher Hand, dem örtlichen Wasser- und Bodenverband und einer Stiftung für das Kulturland konnte ein Teil der Hüttener Au renaturiert werden. Mit 223 Einwohnern (Stand vom 30.06.2021) gehört Hütten mit zu den kleinen Gemeinden des Amtes Hüttener Berge. Im Lauf der letzten zwanzig Jahren sind von den früher zahlreich vertretenen bäuerlichen Betrieben noch vier aktive landwirtschaftliche Unternehmen übriggeblieben. Die Gemeinde Hütten ist deshalb stolz auf die gelungene Ansiedlung von kleineren Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben und deren Entwicklung. Auch die ehemals staatliche und heute als Anstalt des öffentlichen Rechts geführte Försterei Hütten erlangt infolge der Umstrukturierung und durch die Bewirtschaftung zusätzlicher Gehege eine größere Bedeutung. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Försterei liegt das Landeszentrum der Deutschen Waldjugend, ein Ausgangspunkt vieler Aktivitäten junger Waldläufer rund um den Schutz des Waldes.

Die Gemeinde Hütten ist bekannt durch den Zusammenhalt und Gemeinsinn ihrer Bürger, die sich in Vereinen engagieren. Zu erwähnen ist hier die während der Parzellierung 1795 gegründete Sterbegilde, die Freiwillige Feuerwehr Hütten und der Hüttener Frauenkreis. Mit der Schließung des seit 1595 existierenden Kruges hatte die Gemeinde zunächst ihren gesellschaftlichen Mittelpunkt verloren. Doch der neue Eigentümer organisiert seitdem musikalische und andere künstlerische Veranstaltungen, und Familie Schnack baute ihren ehemaligen Kuhstall zum Hofkaffee und Begegnungsstätte „Schnackstuuv" aus, von wo aus in den Sommermonaten Führungen und Kutschfahrten durch das schöne Hüttener Wiesental und in die Hüttener Kirche unternommen werden.

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